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19. Juli 2010
Aufstieg in die 1. Bundesliga
„Traum vom OTC, ist nun wahr ole“ stimmten die heimischen Fans am Samstagabend zu späterer Stunde an. Gegen den TC Rotenbühl Saarbrücken holten sich die Oelder einen 6:3-Sieg und machten somit den Aufstieg in die Erste Bundesliga perfekt.
Bereits am Freitag reisten die Oelder samt
Spielerfrauen und ihrer Fangemeinschaft nach Saarbrücken und hielten an ihrem Motto „Wir machen das klar“ so fest, dass alle Beteiligten an die Erfüllung des OTC-Wunders glaubten. Am frühen Samstagmorgen weckte der Mannschaftskapitän Kai Berenskötter, ausgestattet mit einer Videokamera, alle Mitgereisten und so dokumentierte er einen unvergesslichern Tag.
Die Saarbrücker traten wie erwartet in Bestbesetzung an und begrüßten ihre Gäste auf einer traditionellen Anlage, die auf einer Anhöhe mit einem wunderschönen Blick über die Stadt liegt. In der ersten Runde starteten Jordi Marse Vidri, Markus Bannert und Dirk Homscheid. Wie erhofft stand es nach diesen Einzeln 2:1 für Oelde, sodass die zweite Runde mit dem Tschechen David Skoch, dem Schweden Tobias Svantesson und Christian Heerig eine gute Ausgangslage hatte. Die Spannung stieg ins Unermessliche, als alle Spieler der zweiten Runde ihre Einzel in den Tiebreaks entscheiden mussten. Svantesson und Heerig holten die zwei wichtigen Punkte, die den Aufstieg bereits perfekt machten. Doch die Oelder freuten sich zunächst nur intern, sie brannten doch zu sehr darauf auch noch den letzten Spieltag mit einem Sieg zu krönen. „Es war so spannend, von sechs Einzeln mussten vier über den Tiebreak entschieden werden, es hätte genauso gut 4:2 für Saarbrücken stehen können“, zeigte sich Christian Miele sichtlich entspannt von der optimalen Ausgangslage nach den Einzeln.
Sie setzten in den Doppeln auf die scheinbar unbezwingbaren Blau-Weißen Skoch/Svantesson. Skoch, die momentane Nummer 60 und Svantesson, die ehemalige Nummer zehn der Doppel-Weltrangliste waren eine wahre Augenweide für Tennisliebhaber. Miele/Marse Vidri siegten traditionell im zweiten Doppel und im dritten kam neben Thomas Niehaus der Mannschaftskapitän Kai Berenskötter zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz. Sie unterlagen leider im Champions-Tiebreak. Trotzdem war schnell der fünfte Siegpunkt da und ab dann stieg die große Siegesparty. Es wurden frisch bedruckte T-Shirts ausgepackt, die Sektkorken knallten und die Mannschaft sowie alle Mitgereisten machten sich schleunigst auf den Weg, damit sie mit dem gesamten Verein diesen wohl größten sportlichen Erfolg der Oelder Tennisgeschichte bis in die frühen Morgenstunden feiern konnten.
Würdevoller Empfang auf der heimischen Anlage
Um Punkt 22.45 Uhr traf der Spielerbus mit den Aufsteigern des Oelder TC BW an der heimischen Anlage an. Sie wurden empfangen von zahlreichen Mitgliedern, Freunden und Helfern des Vereins, die sich im Spalier aufgestellt hatten.
Die Spieler wurden einzeln auf der Anlage begrüßt und liefen bei passender Musik und begleitet von einer Ansage gemäß ihrer Spielerpersönlichkeit durch den Spalier von jubelnden Fans. „Der Empfang war der Wahnsinn! Das ist Champions League Niveau“, gab sich Christian Heerig völlig überwältigt von der Atmosphäre. Markus Bannert blickt an diesem Tag nicht nur zurück, sondern schon auf das nächste Jahr: „Das Wunder von Oelde ist perfekt! Fünf Aufstiege in vier Jahren und jetzt ist das "Dorf Oelde" in der Ersten Bundesliga mit namhaften Vereinen wie Hannover, Köln, Gladbach und Stuttgart. Wir sind stolz auf uns und unseren Verein, da wir mit Abstand die meisten Zuschauer und die besten Fans der Zweiten Liga hatten und der Aufstieg daher auch verdient ist. Wir hoffen, dass wir die Euphorie ins nächste Jahr retten können und wir auch unterstützt werden, wenn wir mal richtig was auf die Mütze bekommen.“
Das sympathische Team nutzte an diesem Abend auch die Gelegenheit sich bei allen Mitgliedern und Helfern zu bedanken, die auf freiwilliger Basis so viel Engagement gezeigt haben. Der gesamte Klub stieß gekleidet in einheitlichen Aufstieg-T-Shirts mit „Erste-Liga-Sekt“ an und tanzte, sang und feierte ausgiebig bis in die tiefen Morgenstunden.
Am nächsten Morgen erwachten die Spieler und Christian Heerig konnte es immer noch nicht glauben und schrieb an alle: „Traum vom OTC! Aufgewacht, auf die Tabelle geschaut und es ist tatsächlich wahr! Realisiert haben wir es aber alle noch nicht wirklich.“
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